Nothilfe für Geflüchtete an der Polnisch-Ukrainischen Grenze

Lublin, Polen

Polen grenzt im Westen an die Ukraine, die Stadt Lublin im Osten des Landes ist die erste Großstadt, in der Flüchtende nach dem Verlassen der Ukraine ankommen.

Unsere Partnerorganisation Homo Faber hat sofort nach Kriegsausbruch begonnen, Notfallunterkünfte, Betreuung für Kinder, psychologische Unterstützung, Rechts- und andere Beratung sowie allgemeine Unterstützung für Menschen auf der Flucht bereitzustellen.

Die Freiwilligen vor Ort unterstützen auch Sammlung und Transport von Hilfsgütern wie Lebensmitteln und Medikamenten, die an die Grenzübergänge zur Ukraine gebracht werden.

Zudem wurde bereits begonnen, mittelfristig tragfähige Strukturen aufzubauen, um Geflüchtete und die helfenden Freiwilligen zu unterstützen. Geplant ist, dass die Stadt Lublin dafür ein Gebäude entgeltfrei zur Verfügung stellt.

Aktuell haben sie sich im Kulturzentrum der Stadt eingerichtet. Dort betreiben sie unter anderem ein Callcenter, an das sich Menschen auf der Flucht wenden können und das sie bei Fragen und organisatorischen Problemen unterstützt. Darüber hinaus wird auch Polnisch-Unterricht für Menschen angeboten, die in Polen bleiben und sich bestmöglich im Alltag zurechtfinden möchten. Dort befinden sich auch Rückzugsräume und ein Spielzimmer für Kinder.

Im Rahmen unserer Ukraine-Nothilfe bleiben wir zusammen mit unseren Partner*innen vor Ort flexibel, um auf sich beständig ändernde Bedarfe reagieren zu können.

Alle Organisationen, mit denen wir arbeiten, sind unabhängig von Regierungen und Behörden und fußen auf freiwilligem Engagement. Hierbei verfolgen wir den Ansatz, insbesondere mit kleinen lokalen Organisationen und ehrenamtlichen Helfer*innen direkt tätig zu werden. So stellen wir sicher, dass die Unterstützung besonders schnell ankommt und ihre volle Wirkung entfaltet. Sie setzen sich zudem für alle Flüchtenden aus der Ukraine ein, unabhängig von deren Nationalität und Herkunft.

Regelmäßig aktualisieren wir die Informationen zu den genauen Projektaktivitäten an dieser Stelle sowie in unserer weiteren Öffentlichkeitsarbeit.

Fotos: Maciej Rukasz

Neues aus dem Projekt

UPDATE (05.04.2022): Seit Beginn des Krieges hat unsere Partnerorganisation Homo Faber gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen 9.888 Mahlzeiten verteilt, 7.148 Stunden an Betreuung in den Sammelunterkünften geleistet, Unterkunft für 1.270 Geflüchtete gefunden, 12.000 Anrufe in vier Sprachen beantwortet, 1.500-mal rechtliche Beratung erteilt, 230 Kinder in Tageseinrichtungen betreut, 34 LKWs und 6 Busse mit Versorgungsgütern in die Ukraine geschickt und die Weiterreise von geflüchteten Menschen in insgesamt 36 Busse organisiert.